Aquarium-Fotografie | Bildbearbeitung |

 "ist das Foto im Kasten - geht es in der Regel an die Nachbearbeitung"

 

 

 

 

 

| Nachbearbeitung ist oftmals nötig | hilfreich auch das RAW-Format |

Es ist nicht immer wie es scheint!?!Vergleich beide MG 3147

Die liebe Aquarium-Fotografie ist schwieriger als die "normale" Fotografie, weil wir mit sovielen verschiedenen "Hindernissen | Problemen" zu kämpfen haben, die es in der "Meschen-Fotografie" so nicht gibt! Sicherlich würde ein Profi-Fotograf da vehement wiedersprechen und sagen, auch dort gibt es viele verschiedene Parameter (Belichtung/ Blende und Sonne usw.) die es gilt zu beachten!

Aber dennoch behaupten wir, das wir Aquarianer diese Probleme und dazu noch einige andere Sorgen bei der Fotografie unserer Lieblinge haben! 

Warum? .. das ist einfach .. denn es kommen gleich mehrere Problemfelder auf uns zu:

  • .. wir fotografieren in einen Glasbehälter hinein!
  • .. wir haben massive Probleme mit dem vorhandenem Licht im Aquarium!
  • .. wir kämpfen mit kleinsten Verschmutzungen (Teilchen) im Wasser!
  • .. wir sehen gerade bei Detailaufnahmen jeden einzelnen Kratzer im Glas!
  • .. wir kämpfen  mit Spiegelungen durch die Frontscheibe!
  • .. und vieles mehr ....

Wie in unserem Beitrag #Vorbereitungen bereits beschrieben sollte man sich für gute Fotos den passenden Augenblick heraus suchen und ggf., um große Nachbereitung des Bildes zu vermeiden, das "Foto-Shooting" auf den richtigen Zeitpunkt legen.
Dennoch können wir darauf nicht immer warten und auch noch hoffen, das die Fische dann genau das machen was wir fotografieren wollen. Deswegen ist aus unserer Sicht eine Nachbereitung fast immer von nöten.

Ohne weiter auf die #Grundlagenkenntnnisse einzugehen, werden wir hier einmal ein "extremes Beispiel" zeigen, welches wir in einer Zoo-/ Tierhandlung gemacht haben. Das Beispiel zeigt sehr deutlich auf, das der erste "optische Eindruck" beim beobachten und fotografieren der Fische einwandfrei ist. Okay, vielleicht konnte man das ein oder andere leicht erkennen, wie z.B. Schmutz an der Scheibe, oder leichte Kratzer, aber das ganze Ausmaß ist erst beim betrachen des Bildmaterial zu sehen.

.. ein Beispiel!! 

Um dem ganzen nun auch optisch ein Beispiel zu geben, haben wir uns ein Bild ausgesucht, welches wir nach der ersten Sichtprüfung am PC gleich löschen wollten - aber - da mehrere Bilder nicht den gewünschten Erwartungen entsprachen und wie das bei uns Aquarianer üblich ist - keine zweite Chance vorhanden ist, entschieden wir uns für die dann doch etwas aufwändigere Nachbearbeitung der Bilder!

.. das Ausgangsmaterial:

Dieses Bild wurde aufgenommen mit unsere #Canon 100D - das genutze Objektiv war unser LIeblingsobjektiv #Canon EF 50mm f/1,8 II und natürlich mussten wir bei den Verhältnissen Blitzen und zwar mit dem externen Blitz #Yongnuo YN-565EX II, denn die Lichtverhältniss und die Beckendekoration ließen ein blitzfreies Bild auf keinem Fall zu!
Das Foto enstand auf einer kleinen Trittleiter "freihand"!!

die Daten:

 Einstellung   Wert 
 Abmessungen (Bild)  5184 x 3456
 Größe  21.4 MB [RAW]
 ISO  100
 Blendenzahl  f/13
 Belichtungszeit  1/200 sek.
 Programm (Kamera)  M (für manuelle Einstellung)
 Messmethode   Mehrfeld
 Blitzmodus  automatisch (Erkennung Objektiv)
 Brennweite (Objektiv)  50mm

 

hier das Ausgangsmaterial:

raw bild MG 3147

Wie man unschwer auf dem Foto sehen kann - eine große Katastrophe ist noch untertrieben, aber leider erleben wir das öfters! Dennoch geben wir solche Aufnahmen nicht einfach auf, sondern bemühen uns, die "Unschönheiten" aus dem Bild weitesgehend zu entfernen und versuchen dabei den Star des Bildes auch nach der Bearbeitung "naturgetreu" darzustellen. Das heißt, es ist schon wichtig sorgfälltig mit dem genutzten Grafikprogramm umzugehen, damit der Fisch als solches auch danach noch in seiner natürlichen Form und Farbe klar zu identifizieren ist!

Auch uns ist es in den Anfängen schon passiert, das nach der Bearbeitung die Farben der Fische nicht wirklich naturgetreu erscheinen! Aber vorsicht, denn die Natur hat eine wahnsinnige vielfallt an Farben arat und auch wir sehen mit "bloßem Auge" auch nicht alles - da kann eine Fotografie (digitale Aufnahme) schon eine Menge mehr der Schönheit zu Tage bringen!
Was wir damit sagen wollen, spielt nicht unnötig an den Farbreglern herum, sondern konzetriert euch auf die Wesentlichen Probleme im Bild!

Beurteilen wir kurz das Ausgangmaterial:

  1. 90 % des Bildes sind uninteressant für uns und geben optisch nichts her
  2. Aufgrund der gewählten Einstellung (Mehrfeld) ist der Fokus (die Schärfe) auf den Fisch und nicht auf den Hintergrund oder Dekoration (Kamera erfasst dabei automatisch die beste Fokussierung)
  3. Viele Kratzer/ Putzspuren auf der Frontscheibe (Innen, wie Außen)
  4. Eine leichte Überbelichtung des Bildes

Was kann man aus dem Bild noch machen?

Grund des Besuches war eine Bitte eines Freundes, der für die Webseite und die Social Networks Bilder von den Fischen benötigte. Unsere Einstellung ist immer "Versuch macht Klug" und Freunden eine Freude machen ist wichtig! Deswegen haben wir uns dazu entschieden, dieser Bitte nach zu kommen und haben los gelegt. 

Zuerst haben wir einen Teilausschnitt des Bildes gemacht, weil der Fokus auf den Fisch und nicht auf das Aquarium, die Pflanzen oder ähnliches lag. danach haben wir uns dann (der Vorteil von RAW - Dateien) an die Nachentwicklung des Bildes gemacht. Dieser Schritt, gerade dann, wenn das Bild eine leichte Überbelichtung hat, macht schon eines an Fehlern/ Problemen weg!

Vergleich MG 3147

Durch das "Scheidewekrzeug" konnten wir schon einmal viele Probleme ausblenden (ausschneiden) und können uns im Weiteren auf die Belichtung, den Kontrast stürzen! Durch das herabsetzen der Beleichtung, bei gleichzeitiger leichter Erhöhung des Kontrastes verschwinden einige helle Kratzer auf dem Bild schon einmal. Des weiteren haben wir das "Schärfen" bzw. "Klarheit" genutzt, die nach der Nutzung/ Einstellung des Kontrastes das Bild wieder etwas aufhellt. 

Weitere Tricks/ Möglichkeiten (je nach genutzem Grafikprogramm) können hier noch sein:

  • Nutzung der Gradaptionskurve
  • Effekte wie z.B. Vignettierung

Grundsätzlich sollte man mit den unzähligen Möglichkeiten eines Grafikprogramm auch spielen, um zu sehen, was ggf. an dem Foto noch zu machen/ zu retten ist. Oftmals kann man sich danach die lästige Arbeit der Korrekturen erleichtern bzw. fast gänzlich ersparen.

Nach der RAW - Entwicklung öffnet sich das Bild im Foto-Editor und kann nun Endbearbeitet werden. HIer gilt es nun die noch vorhandenen Kratzer/ Streifen usw. aus dem Bild zu entfernen. Das geht recht einfach mit der Nutzung von z.B. Reperaturpinseln oder Stempeln. Diese sind in der Lage eigenständig Bereich zu "reparieren" bzw. Bereich zu überdecken mit vorhandenem Bildmaterial (direkt aus dem zu bearbeitendem Bild) aus dem Foto.

Es geht ganz fix? .. leider nein, denn je mehr Bereich nachbearbeitet werden müssen, desto länger dauert es einfach und das heißt wiederum: "Geduld haben und in Ruhe arbeiten" - wie das der Aquarianer an sich auch beherschen sollte. 

Das Ergebnis nach der Bildbearbeitung:

Vergleich 1 MG 3147

Gleiches Bild - gleiche Größe, nur das hier die dunklen Bereich nach bearbeitet wurden, also die Streifen und Kratzer sowie Putzspuren auf der Scheibe entfernt wurden. So weit es möglich war, haben wir auch innerhalb des Fisches mit den Pinseln (so fein & klein wie möglich) gearbeitet, um Wasserflecken, Streifen und andere Unschönheiten zu entfernen. 

Okay, die Qualität des Ausgangsmaterials war so schlecht, das wir wirklich nicht alles entfernen konnten, aber dennoch ist das Bild nun doch noch ein "Hinkucker" geworden. Zumindest kann man es ohne weiteres nutzen!

Vorher | Nacher - im direkten Vergleich

verlorenes bild