Aquariumtechnik | Filterung |

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| von Filterung/ Filterungsarten bis zur energiepsarenden Lösung |

Filterung mit nichts als Luft ..haileav10

Nicht alles muss mit elektrionischen Pumpen angetrieben werden. Wenn wir im Bereich der aquaristischen Filterung gehen, wird schon seit Jahren eine Ausweichmöglichkeit angeboten - und zwar die Antriebsmöglichkeit LUFT!!

Lange Zeit wurden fast auschließlich die "normalen Luftheber" genutzt, die vom Grund her nach dem gleichen Prinzip arbeiten wie der weiterentwickelte "tschechische Luftheber (TLH)"! Der "überarbeitete TLH" besitzt im Gegensatz zu seinem Vorgänger eine Art Antrieb/ Motor im unteren Bereich, der den Vorteil hat, das:

  • er über eine Art "kleine Druckdose" am unteren Ende verfügt und somit die Luftverteilung optimiert
  • die einströmende Luftmenge durch kleinere Löcher gedrückt wird und somit feinere (damit auch leisere) Luftblasen zum Auftrieb des Wassers entwickelt

Die Luft übernimmt hier die Arbeit einer elektronischen Pumpe, d.h. das die aufströmende Luft das Wasser mit nach oben zieht und dadurch, je nach Luftheber, bis zu mehrere hundert Liter Wasser durch den Luftheber getrieben werden.

Nichts anderes passiert in jedem anderem Filtersystem auch, Wasser wird durch ein Filtermedium getrieben und filtert/ reinigt so unser Aquariumwasser! Nur mit dem Unterschied, das je nachdem was für einen Filter wir nutzen schnell einmal mehr als 30 W/h dafür aufgewendet werden muss, um eine relativ hohe (ausreichende) Wassermenge zu fördern.

Ohne jetzt auf spezielle Wassermengen bzw. Beckenumwälzungen einzugehen, sollte man hier zwei Dinge beachten:

  1. die meschanische Filtermethode
  2. die biologische Filtermethode

Je nach Filtermethode gibt es dann natürlich auch andere Faktoren zu berücksichtigen!
Nun kommen wir aber wieder zu unserer favorisierten Filtermethode - der biologische Filterung mittels "Hamburger Mattenfilter (HMF)" und die damit verbundene Nutzung von Lufthebern zum Antrieb.

Listen wir einmal ein paar Vorteile dieser Filtermethode auf:

  • effiziente Beckenumwälzung
  • langlebige Filtermethode
  • automatische Sauerstoffanreicherung des Wassers
  • keine sich bewegenden Teile im Filter (Jungfischtod)
  • nahezu verschleissfrei
  • keine Stromspannung im Aquarium
  • energiesparende Filterung

Die wenigen negativen Dinge die wir bislang gehört/ gelesen haben entsprechen nicht immer der Realität, denn das Luftheber "blubbern" mag stimmen, aber richtig eingestellt haben wir die Erfahrung gemacht, das die Luftheber nicht lauter sind als ein durchschnittlicher Außenfillter.
Wir haben im Wohnzimmer 5 Aquarien, davon sind 4 Becken  mit Luftheber betrieben - okay, da blubbert es immer mal hier und da, aber nicht so als würde es jetzt großartig stören!!

Ein anderer Kritikpunkt ist z.B. die, dass die Reinigung umständlich ist, aber auch hierzu sei gesagt, das man einen HMF in der Regel nicht/ laum reinigen muss - das höchste der Gefühle ist, nach wirklich längerem Betrieb, das vielleicht einmal ein ausspülen der Filtermatte nötig ist - mehr nicht!
Hierzu haben wir aber auch einen Tipp! Wenn man die Filtermatte nicht aus einem Stück schneidet und ins Becken einbringt, sondern in zwei Teile schneidet, so das der erste Teil der Filtermatte etwas höher ist als der Bodengrund und darauf der zweite Teil der Filtermatte die dann bis über den Wasserstand geht, das "Spülen" einfacher geht und kein Sand im hinteren Bereich des HMF gelangt!
Der Vorteil liegt auf der Hand, wir müssen wirklich nur den oberen Teil der Matte heraus nehmen um ihn zu spülen und haben kein Chaos im Becken!!

Was benötigt man eigentlich für Komponenten?

Alles was wir für einen Filter benötigen sind folgende Teile:

  • Filtermatte (ppi beachten)
  • Halterung für die Matte im Becken
  • Luftheber
  • Luftpumpe/ Membranpumpe
  • Schlauchleitung (Luft)
  • ggf. Absperrhahn
  • ggf. Rückschlagventile

Das ist eigentlich schon alles was man benötigt, um einen HMF - Filter in einem Aquarium zu installieren und diesen mit Lufthebern betreiben zu können. Das teuerste dabei ist die Luftzufuhr, aber diese steht in keinem Verhältnis zu einer elektrischen Pumpe/ Filter (Preis/ Energiekosten).
Andere Dinge kann man sich in jedem Baumarkt für wenig Geld beschaffen und beim Luftheber/ Absperrhahn und den passenden Luftschlächen kann man auch nicht wirklich von einer "großen" Investition sprechen.
Es gibt sehr viele verschiedene Anbieter von Lufthebern und Zubehör, also lohnt es sich auch hier zu schauen/ zu vergleichen bevor man kauft!

Welchen Luftheber man letztenendes nutzt ist schwer zu sagen! Wir haben derzeit zwei verschiedene Varianten im Einsatz und werden ggf. auch noch eine dritte oder vierte Bauart probieren.

Warum? .. das ist einfach, denn jeder preisst seine Luftheber als die Besten an bzw. als die leisesten Luftheber bzw. die mit der höchsten Förderleistung! Leider kann man da keine pauschale Aussage machen, denn die "Lautstärke und die Leistung" von Lufthebern hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Worauf sollte man achten?

Plane ich also eine Filterung mit HMF und Luftheber sollten einige Dinge bekannt sein bzw. man sollte sich vorher kundig machen über die Funktionsweise, benötigte Filterleistung und ob man den Platz für alle Komponenten im und außerhalb des Aquariums hat.

... folgende Fakten sollten also vorab sorgfälltig recherchiert werden:

  • benötigte Filterleistung/ Umwälzung
  • Filtermattenberechnung
  • benötigte Luftmenge
  • Drucklufterzeugung
  • welches Zubehör benötige ist

Natürlich richtet sich die benötigte Filterleistung in erster Linie nach der größe des Aquariums, aber auch nach dem geplanten Besatz und ob Pflanzen und sonstige Dinge im Becken einen Platz finden sollen oder nicht. Im gleichen Atemzug kann die Filtermattengröße errechnet werden und hierzu gibt es wirklich gute Seiten im Netz, die keine Fragen offen lassen. (sehr gute Links findet ihr in unseren Beiträgen- auf unserer Seite)

Bei der benötigten Luftmenge gehen die Meinungen unter den Spezialisten schon weiter auseinander, denn nicht immer können die gelisteten Förderleistungen der Luftheber auch wirklich immer erreicht werden. Dazu gibt es interessante Beiträge und Test in diversen Foren - einfach mal danach "googeln"!


Fakt ist und da sind sich die meisten ziehmlich einig, dass man beim Verhältnis Luft zu Wasser von einer 2 - 3 fachen Menge ausgehen kann! Also bei einer Luftzufuhr von 100 L/h kann ein Luftheber 200 bis 300 L/h Wasser fördern.
Bei der Planung und Umsetzung unserer Filter sind wir aber von einem Wert "2" ausgegangen um ggf. so noch "Luft" nach "oben und unten" zu haben und das hat sich auch bestätigt, weil man so durch die Nutzung von Absperrhähnen den Durchfluss nicht nur in eine Richtung regulieren kann.

Schon sind wir bei der benötigten Druckluft ... in der Regel werden Membranpumpen zur Lufterzeugung genutzt, da diese leistungsstark und wartungsarm sind! Wir benutzen Membranpumpen von "Hailea" da diese auch sehr leise sind und sich somit optimal anbieten, um die Filterung z.B. in Wohnräumen zu realisieren.

Eins sei hier gesagt, ... das menschliche Geräuschempfinden (gemessen in Dezibel "dB") ist anders als man denkt! So hat die Hailea V10 z.B. einen Geräuschpegel von < 35 dB, die Hailea V20 liegt bei < 40 dB!
Da liegen nur ca. 10 dB zwischen und man könnte denken das der Unterschied nicht so groß ist, aber dazu muss man wissen, das eine Erhöhung um 10 dB eine Verdopplung der Lautstärke bedeutet!

Schon stellt sich bei der Wahl der Luftzufuhr wieder die Frage ... Leistung oder Lautstärke?!?

Wir haben beide im Einsatz und können folgendes festhalten!

Eine V20 offen im Wohnraum ist nicht unbedingt ein Spaß und schnell befinden wir uns da im Bereich von einem "frei im Raum" stehendem Außenfilter! Eine V10 dagegen ist sehr leise mit bis zu max. <35 dB!
Wir haben eine V20 im Unterschrank inm Betrieb und hören diese nicht wirklich (vorher standen dort zwei Außenfilter - die lauter waren), dagegen wird unser Becken #BigBangMalawi mit nur einer V10 (600 L/h) angetrieben, diese steht unterhalb des Beckens und auch diese hören wir so gut wie garnicht!

Benötigen wir also mehr Luftleistung (die V10 macht 600 L/h, die V20 das Doppelte = 1.200 L/h) ist es eine Überlegung wert ggf. zwei V10 zu nutzen, bzw. die V20 "schallgeschützt" (z.B. im Unterschrank) zu stellen.
Der Vorteil von zwei V10 kann auch bedeuten, das man ein BackUp - System hat und somit bei Ausfall einer Membranpumpe die Filterung nicht gleich ganz versagt/ aussetzt!

Druck-/ Ringleitung oder Druckdose?

Warum nutzen viele Aquarianer eine zusätzliches Medium zur Luftspeicherung/ -verteilung? Das Prinzip kennt jeder aus dem Kfz - Bereich, LKW betreiben ihre Bremsen mit Luftdruck, der Luftdruck wird aber "attock" benötigt und damit die Druckleistung dann auch zur Verfügung steht, hat jeder LKW einen Luftdruckspeicher!

Nichts anderes ist es bei der Filterung mit Lufthebern! Wenn man mehr als einen oder zwei Luftheber betreiben will, möchte man an allen Lufthebern zur gleichen Zeit die gleiche Menge Luft haben. Dieses erreicht man, indem man sich eine eine Druckdose baut, an der die Luftheber angeschlossen sind.
Will man mehrere Becken mit Luft versorgen so bietet sich eine Druck-/ Ringleitung auf alle Fälle an, um die Luft auch so nah wie möglich an die Luftheber zu bringen.

Der Druckverlust ist sehr hoch je länger länger der Luftschlauch (in der Regel 4/6 mm) zum Luftheber ist! Dieser kann bis zu fünf mal so hoch sein als wenn man eine z.B. Druckdose verwende!
Druckverlust heißt weniger Luft am Luftheber, was wiederum bedeutet, das die mögliche Fördermenge an Wasser drastisch singt! Hier sind wir wieder bei den verschiedenen Leistungen von Lufthebern - die angegebenen Daten der Hersteller beziehen sich immer auf ein Optimum an Aufbau und Nutzung.

Hier wird das Problem sehr gut beschrieben und das aufgrund einer Berechnungsformel! L I N K

Des weiteren ist unser bestreben immer, die maximale Luft zuzuführen und das heißt den Anschluss der Hailea (6/8 mm) auszunutzen, so das der Luftdruck nicht schon ab der Membranpumpe gegen eine Verjünngung der Schlauchleitung ankämpfen muss. Wir leiten die Luft soweit möglich, verlustfrei bis zur Druckdose/ Druckleitung und von dort aus auf den kürzesten Weg zum Luftheber.

Wir haben beide Varianten im Einsatz, eine Druckdose speißt z.b. drei Luftheber im Becken BigBangMalawi und eine Druckleitung wurde über unserem Südamerikabecken verbaut, so das insgesamt zwei Aquarien (Rio Tapajos und DarkStoneMbuna 2.0) mit 6 Lufthebern mit Luft versorgt werden können!

Fazit

Gute geplant und sorgfälltig umgesetzt hat man eine solide Filterung die dazu noch sehr sparsam ist was Energiebedarf angeht! Wir sind begeistert und würden derzeit nicht wechseln wollen. Die Wasserchemie und die klaren Becken sprechen für sich, was uns noch mehr Bestätigung gibt das richtige getan zu haben.

In Zeiten vonn steigenden Energiekosten sollte man sich diese Art von Filterung auf alle Fälle einmal näher anschauen. Jeder kennt sie und hat sie auch schon mehfach im Einsatz gesehen - wir kennen keinen Händler/ Züchter, der nicht mit HMF und Lufthebern arbeitet - in welcher Form auch immer!

Also nehmt euch die Zeit (so wie jetzt auch) und schaut euch im Internet um, vergleicht und schaut euch auch die Gegenseite an - vielleicht entscheidet ihr euch auch bald zu einer stabilen, wartungsarmen und vor allem energiesparenden Filterung!!!

 

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