Rund um Aquaristik | wichtige Faktoren |

 "das Wesentliche kurz zusammen gefasst"

 

 

 

 

 

| weniger Informationen geht beim besten willen nicht |

.. ein nicht zu unterschätzender Faktor!!

Strömungsverhalten im BeckenDie Strömung ist ein sehr wichtiger Punkt in der Planung- und Umsetzungphase eines Aquariums. Sicherlich ist es bei kleineren Becken nicht so problematisch wie bei größeren Becken, aber auf alle Fälle ein zu betrachtender Faktor!

Solange die eigentliche Filterung in der Lage ist, durch Eigenströmung das Becken mit genügend Sauerstoff anzureichern ohne die Filterung des Beckens zu beeinträchtigen, brauchen wir uns keine großen Sorgen machen.
 Bei unserem Vorhaben hindern viele Kleinigkeiten im Becken unseren Mehrkammerinnenfilter (MKIF) bei seiner Arbeit.

Beispiele:

  • Dekoration
  • Pflanzen

zusätzlich:

  • größe des Beckens
  • Kantenlänge
  • Tiefe des Beckens
  • Bauart des Aquariums (Eckbecken usw.)
  • Art der Filterung

In unserem Fall treffen gleich mehrere Faktoren zu:

  1. Größe des Beckens
  2. Kantenlänge
  3. Dekoration
  4. Art der Filterung

Big Bang Malawi ist ein 250 x 75 x 60 cm Rechteckaquarium mit Mehrkammerinnenfilter (MKIF) in der linken hinteren Ecke und wird mittels Luftheber betrieben. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, das wir zwar eine satte und sauerstoffreiche Oberflächenausströmung haben, aber die Leistung alleine nicht in der Lage ist, die Verunreinigungen des Besatzes in Gänze zum Ansaugbereich des MKIF zu ziehen.

In diesem Becken haben wir aufgrund des Besatzes und der Dekoration von vornhinein eine zusätzliche Strömung eingeplant, jedoch dachten wir Anfangs, dass wir mit 11.000 L/h (zwei TUNZE 6055) hinkommen würden.

Viele Versuche und sehr viele verschiedene Positionen und Strömungseinstellungen später konnten wir nur feststellen, dass unabhängig der Positionen, kein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen war.

Obwohl wir steuerbare Strömungspumpen nutzen und diese mit dem Aquariumcomputer ansteuern (Programmierung von verschiedenen Strömungsarten und Stärken) können, sind wir davon ausgegangen, dass bei unterschiedlichen Einstellungen und Strömungsgeschwindigkeiten das Problem von „Gefahrzonen“ (Stellen im Becken, wo sich Mulm und Kot sammelt) minimiert bzw. ganz ausgeschlossen werden kann.

Es musste eine Lösung her und die war schnell gefunden!

Der Austausch einer Tunze 6055 (bis 5.500 L/h) mit einer leistungsstärkeren Tunze 6105 (bis 13.000 L/h) brachte die Lösung. Der doch gewaltige Sog der SP 6105 und die sehr starke Ausströmung waren nicht vergleichbar mit seinem Vorgänger und endlich konnten wir auch mit einer SP die Kantenlänge von 250 cm mit einer ordentlichen Strömung beliefern.

Erste Test waren vielversprechend und nachdem wir dann zwei Strömungsarten kombiniert haben, hatten wir auch erst einmal Ruhe.

Oberflächenströmung:

Die Oberflächenströmung hat als Hauptauftrag das gesamte Frischwasser im Becken zu verteilen und zwar in Richtung der Mehrkammerinnenfilters (MKIF). Zusätzlich sorgt die starke SP dafür, das Schmutzwasser vom Grund des Becken (und zwar die ganze linke Seite) zur anderen Seite (zum MKIF) geleitet wird. Die SP ist stark genug um die 250 cm zu überwinden.

Zusatzlich bekommen wir eine ordentlich Oberflächenbewegung ins Becken und somit zusätzlich Sauerstoff, als Nebeneffekt hebt es den pH - Wert leicht an. Durch die Bewegung an der Wasseroberfläche bekommen wir Lichtbewegungen am Beckengrund!

Tiefenströmung:

Der Trick mit der Tiefenströmung (TSP) musste sein, da ansonsten der hintere untere Bereich des 75 cm Tiefen Beckens kaum Wasserbewegung abbekommen würde. Durch die TSP haben wir erreicht, das Schmutzpartikel aus dem hinterem Beckenbereich komplett der großen SP (Tunze 6105) zugespielt werden, die wiederum alles zum Filter befördert.

Das Zusammenspiel von Tiefenströmung und Oberflächenströmung erlaubt es ein besondere naturnahe Strömung im Becken zu erzeugen, welche die Bewohner durch körperliche Arbeit wieder weg machen müssen! Es kommt keine "Langeweile" auf und auch die evtl. Agressionen werden durch die dauerhafte Wasserbewegung verringert.

Beide SP werden elektronisch gesteuert und das heißt auch, das im Rythmus von 24 Stunden nie die selbe Strömung im Becken herscht!

Nun galt es wieder nicht nur die Bewohner zu beobachten, sondern auch die neue Beckenströmung und dessen Wirkung. Und siehe da, es kam nur noch an einer Position eine „Gefahrenzone“ zustande. Diese hatten wir aber schnell in den Griff bekommen. Die Lösung brachte uns die Futterpause.

Beim ProfiLux haben wir Futterpausen programmiert, diese fährt die Strömungspumpen bei der Fütterung herunter, damit das Futter ausreichend Ruhe bekommt um zu sinken und die Fische die Möglichkeit haben genügend Nahrung aufzunehmen, ohne das diese sofort im MKIF verschwindet. Ebenfalls sickert das Futter so schön in die Sandzonen und man kann noch nach über einer Stunde sehen, wie die Bewohner den Sandboden nach Futter durchforsten.

Nach Ablauf der eingestellten Zeit der Futterpause konnten wir mehrfach beobachten, dass wenn die Tiefen- und Oberflächenströmung neu ansetzt, eben diese eine Gefahrenzonedurch den plötzlich ansteigenden Sog/ Strömung, unverzüglich den MKIF zugeströmt wird.

Problem gelöst und „für GUT befunden“ …

Um das ganze auch einmal für alle „Außenstehenden“ (wenn man das Becken nicht gesehen hat) grafisch darzustellen, haben wir versucht die „Strömungssituation“ und die „Gefahrenzone“ einmal bildlich darzustellen.

„Big Bang Malawi“ in der Gesamtansicht:

(klick für großes Bild)

Big Bang Malawi - Gesamtansicht -

 

Grafische Darstellung der Strömung im Becken:

(klick für großes Bild)

Strömungsskizze

 

Fazit

Wir denken das es ersichtlich geworden ist, das aufgrund verschiedener Faktoren (diese können vielseitig sein) es nötig sein kann, das man zusätzliche Strömung im Becken benötigt und nicht nur um eine Oberflächenbewegung zu erlangen oder mehr Sauerstoff ins Becken zu bekommen.

Vielmehr kann man an diesem Beispiel erkennen, dass es wichtige Faktoren gibt, die eine Strömung begründen.

Durch diese o.a. Lösung haben wir dauerhaft klares Wasser. Trotz des Besatzes schwimmen kaum Kot- oder Mulm Reste im Becken. Die dadurch konstanten Wasserwerte bestätigen dazu noch die richtige Umsetzung.

Wieder einmal macht es mehr als Sinn sich nicht nur über allg. Dinge wie Beckengröße/ Besatz usw. Gedanken zu machen, sondern auch das Funktionieren eine Aquariums muss sichergestellt werden!

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