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Kohlenstoffdünger gegen Algen

In vielen Aquarien sind Algen ein häufiges oder sogar ein Dauerproblem!

Weniger lange Beleuchtungszeiten, viele schnell wachsende Pflanzen und den richtigen Pflanzendünger zu verwenden reicht nicht immer aus. All das und weitere laufende Pflegemaßnahmen sind vorbeugende Gegenmaßnahmen aber jedes Becken kann einmal eine Algenblüte erleben, die sich nicht direkt erklären lässt. Neben den CO2 Bioreaktoren, den CO2 Flaschen und den Elektrolysis- Systemen gibt es eine vierte Möglichkeit, Kohlenstoff in das Becken zu bringen: Kohlenstoffdünger. Grundlegend sollte hierbei erklärt werden, dass durch einen normalen Kohlenstoffdünger C und nicht CO2 an das Wasser abgegeben wird. CO2 senkt den PH Wert und ist etwas anderes als C. Auch wenn die Hersteller ihre Produkte für den Dauereinsatz empfehlen, gibt es viele Aquarianer, die davor abraten. Zumindest einige Kohlenstoffdünger sollen sehr gut gegen Algen vorbeugen. In der Zeit, in der solche Düngerpräparate samt passendem Pflanzendünger mit schnell wachsenden Aquarienpflanzen kombiniert werden, minimieren sich laut vieler Erfahrungen die Algenprobleme.

PantaRhei "Show Becken"

Wie sollte mit einem Kohlenstoffdünger umgegangen werden?

Es kommt immer darauf an, welches Präparat eingesetzt wird. Im Normalfall wird der Kohlenstoffdünger zum Beleuchtungsbeginn oder bis einige Stunden vor der Dunkelphase zugeführt. Wer mehr Pflanzen hat, nimmt mehr, sonst weniger. Es sollte aber nie zu viel auf einmal gegeben werden, da viele Aquarianer berichten, dass dieser Dünger Sauerstoff aus dem Wasser zieht. In der Regel wird der Kohlenstoffdünger sehr schnell im Wasser umgewandelt und gibt sein C ab, welches den PH Wert nicht verändert aber sehr schnell durch die Pflanzen aufgenommen wird. Die Wirkung von C scheint deutlich besser gegen Algen zu helfen als die Wirkung von CO2. Wenn der Hersteller nichts anderes sagt, kann der Kohlenstoffdünger verdünnt auch mit einer Düngerpumpe zugeführt werden. Wer Aquarienbewohner hält, die viel Sauerstoff im Wasser benötigen, sollte vielleicht nicht z.B. einen ml auf 50 Liter zum Beleuchtungsbeginn geben sondern 5 x 0,2 ml (verdünnt in mehr Flüssigkeit) über die Beleuchtungsphase geben und darauf achten, dass genug Sauerstoff in das Wasser gelangen kann. Für wenige Pflanzen sollte auch nur wenig Kohlenstoffdünger gegeben werden. Bei allen Faktoren, bei denen es zu viel werden kann, sollte man zur Vorsicht weniger geben.

Aquarianer- Meinungen zum Kohlenstoffdünger

Wer in den Foren stöbert oder Kommentare liest, der findet in der Regel die Aussage, dass ein Kohlenstoffdünger sehr gut gegen Algenprobleme vorbeugt. Es finden sich Kommentare, dass er jedoch viel Sauerstoff aus dem Wasser zieht und keine Dauerlösung darstellt. Kohlenstoffdünger kann CO2 nicht ersetzen. Diese Aussagen sind natürlich nicht wissenschaftlich begründet. Neben dem Unterschied auf den PH Wert gast CO2 an der Wasseroberfläche aus wobei C im Wasser bleibt und somit wirklich genutzt wird. Hierbei nehmen die Pflanzen während der Beleuchtungszeit jedoch sehr schnell diesen Kohlenstoff auf und solange regelmäßige Wasserwechsel erfolgen wird er sich nicht kritisch anreichern können. Zumindest solange nicht, wie nicht viel zu viel Kohlenstoffdünger gegeben wird. Wer ganz vorsichtig beginnt und seine Tiere und Pflanzen genau beobachtet, kann den Kohlenstoffdünger immer noch absetzen und einen großen Teilwasserwechsel machen, damit kein Schaden entsteht.

Gegen Algen vorbeugen?

Algen sind nicht gleich Algen. Es gibt sich aufbauende Algenprobleme oder Algenblüten, die von heute auf morgen das Beckenwasser einfärben. Wer der Meinung ist, dass er einen Kohlenstoffdünger nicht durchweg verwenden möchte, sollte ihn vielleicht vorsorglich stehen haben. Sobald sich ein Algenproblem ankündigt oder auch bevor man in Urlaub fährt und keine kundige Vertretung hat, kann etwas Kohlenstoffdünger gegeben werden. Es sollte natürlich eher weniger als zu viel gegeben werden. Wer laufend Algen entgegen wirken möchte, kann einfach 20% der Menge geben, die er für sein Becken nach Herstellerangaben geben würde. (Bei wenigen Pflanzen eben nur 20% der Menge für wenige Pflanzen.) Es kann CO2 gegeben werden und ganz wenig Kohlenstoffdünger, um Algen vorzubeugen. Bislang scheint es zu dieser Vorgehensweise noch keine Erfahrungswerte zu geben. Vermutlich würde der Kohlenstoffdünger auch dann zum Dauereinsatz taugen, wenn er dieses als alleinige Kohlenstoffquelle nicht tun würde. Wirklich verwertbare Testresultate lassen sich im Übrigen nur in einem Aquarium machen, welches häufiger oder laufend ein Algenproblem hat. Nur bei einem vorhandenen Algenproblem lässt sich sehen, ob dieses gelindert werden kann und ob mit 20% der angegebenen Dosis ein Dauereinsatz möglich ist. Rein praktisch scheint ein Kohlenstoffdünger eine sehr interessante Option für die Aquaristik darzustellen.

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