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Aethiomastacembelus/ Mastacembelus shiranus

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Stachelaale (Mastacembelidae), auch Pfeilaale genannt, sind mit fast 90 Arten weltweit vertreten!

Mit 48 Arten in Afrika sind die Mastacembelidae hier  am häufigsten anzutreffen. Vom Kongo über Sambesi, Okavango bis in den ostafrikanischen Grabenbruch ist diese Gattung heimisch.

Ob Victoriasee, Tanganjika See (im See leben 13 endemische Arten dieser Species) oder Malawisee, in allen Seen gibt es Mastacembelidae.

Im weiteren Verlauf konzentrieren wir uns hier auf den „Mastacembelus shiranus“ aus dem Malawisee.

 


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├ Mastacembelus

       ├ afrikanische Arten

├ Monophyletischer Artenschwarm (östlichen u. südlichen Afrika)

  ├ Mastacembelus shiranus (Malawisee-Stachelaal)

Kurz zum Aussehen der Stachelaale! Sie zeichnen sich durch einen bandförmigen, langgestreckten Körper aus, der „Shiranus“ erreicht dabei eine Länge von bis zu 30 cm. Im Unterschied zu „echten Aalen“ haben sie kurze Rücken- und Afterflossenstacheln, die aber meist nicht durch Flossenmembran verbunden sind. Bauchflossen fehlen. Die Schwanzflosse kann mit der Rücken- und der Afterflosse verschmolzen sein.

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Der „Shiranus“ wird als nachtaktiv beschrieben, was wir aber bislang nicht bestätigen können. Die kleinen Augen sind nicht sehr gut entwickelt, umso mehr aber der Geruchssinn, was sich auch bei jeder Fütterung zeigt! Sobald die Futterflasche im Becken ist, tauchen die Aale auf, um auf Beutefang zu gehen. Der „Shiranus“ ernährt sich überwiegend von Kleintieren, wir mussten aufgrund der Vergesellschaftung mit Mbunas die Fütterung insofern beeinflussen, dass wir die Aale vorab an die Flaschenfütterung gewöhnen mussten. Das war nötig, weil die Nahrungsunterschiede des Besatzes gravierend sind!

Dieses Experiment stellte sich aber zum Glück einfacher dar, als wir erwartet haben. Die Gewöhnung an die mit roten Mückenlarven gefüllten Flaschen funktionierte vom ersten Tag an und so konnten schon sehr bald  der Besatz des Beckens ergänzt werden.

Bei der Fütterung ist sehr gut zu beobachten, das der "M. shiranus" nicht der beste "Seher" ist, sich aber auf seinen Geruchssinn mehr als verlassen kann. Sobald die Futterflasche ins Becken kommt, verlässt er sein Versteck (Felsspalte) und kommt umgehend zur Flasche, die er versucht sofort anzugehen. Er riecht sein Futter, aber sein eher schlechtes Sehvermögen läßt ihn um und gegen die Flasche schwimmen. Aber nach kurzer Zeit findet der Aal seinen Weg in die Flasche und genießt die roten Mückenlarven.

Natürlich haben wir daran gedacht eine undurchsichtige Flasche zu nehmen, aber wir wollten sehen wie sich die "M. shiranus" beim fressen verhalten, ob sie gemeinsam fressen oder ob wir je Aal eine Futterflasche benötigen. Dazu kommt natürlich noch das angeborene "Spannerverhalten" eines Aquarianers. Kurz gesagt, wir wollen die Aale beobachten wann immer es geht und bei was auch immer sie tun!

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Der Name Stachelaal kommt von der charakteristischen Form der oberen Schnauze, die von der Nasenöffnung zum Maul rüsselartig verläuft.

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Generell bevorzugen Stachelaale stark bewachsene Regionen, jedoch sind solche Vegetationen im Bereich der ostafrikanischen Seen sehr rar und so vertreibt sich der „Mastacembelus shiranus“ seine Zeit eher zwischen Felsen und Steinaufbauten. Oftmals graben sich die Aale tagsüber auch im Sand ein um dann nachts auf Beutefang zu gehen – sie ernähren sich von Kleinsttieren.

Über die Fortpflanzung der „Mastacembelus shiranus“ ist nichts weiter bekannt, eine Nachzucht in deutschen Aquarien wurde bis heute noch nicht dokumentiert, was der Grund dafür ist, das dieser Stachelaal nur als Wildfang zu erwerben ist.

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Auch wenn viele davon ausgehen das sich der "M. shiranus" überwiegend auf sandigem/ felsigen Untergrund auf hält, so können wir das nicht bestätigen. Bei uns schwimmen sie, auch wenn es andere Möglichkeiten gibt, auch gerne durch das offene Wasser. Dieses Verhalten wurde aber auch schon oftmals im Malawisee beobachtet!

Quellen:
google.de
wikipedia.de
eigene Bilder

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