Aquariumtechnik | Steuerung |

 "LEDAquaristik — stromsparend | leistungsstark | naturnah | bezahlbar —"

 

 

 

 

 

| Hardware — Software — Anleitungen — Tipps & Tricks — Tools und Hilfe |

Mochokidae - Synodontis - Fiederbartwels

start obenDie Synodontis sind eine Gattung (Fiederbartwelse – Mochokidae), die ausschließlich in Afrika vorkommt. Diese  Gattung wird immer noch sehr intensiv beforscht. Derzeit sind über 130 Arten bekannt/ näher bzw. wissenschaftlich beschrieben.

Die meisten Synodontis – Arten haben einen gedrungenen und seitlich abgeflachten Körperbau. Starke und oftmals gezähnte Rücken- und Brustflossen sowie ausgeprägte Barteln zeichnen ihn aus.

Die Fiederbarterwelse kommen nahezu in ganz Afrika vor und so auch im ostafrikanischen Grabenbruch. Der Tanganjika See und der Malawisee beherbergen einige dieser Arten.

Viele Aquarianer berichten, dass diese als nachtaktive Tiere beschrieben, auch häufig tagsüber im Becken zu beobachten sind. Gerade zu den Futterzeiten tauchen sie umgehend auf, um ihren Anteil an der Nahrung zu erbeuten. Bei der Nahrungsaufnahme, aber auch im alltäglichen da sein beobachtet man sehr häufig, das die Synodontis oftmals in Rückenlage schwimmen.

Die meisten Synodontis betreiben keine Brutpflege, sondern überlassen Eier und Samen der natürlichen Umgebung in Höhlen und Felsspalten. Andere sind als „Kuckuckswelse“ bekannt und nutzen maulbrütende Cichliden um ihre Nachkommen zu sichern. Aufgrund der kürzeren Entwicklungszeit bleibt dann leider nichts/ kaum etwas von der Buntbarschbrut übrig und so entlässt oftmals die „Leihmutter“ fremden Nachwuchs aus ihrem Maul. In der Regel frisst der frisch geschlüpfte Wels viel früher und nutzt den vorhandenen Laich als Nahrungsquelle, dabei macht er vor seinen Artgenossen nicht halt.

Auch wenn  einige Synodontis - Arten dem Tanganjika See entspringen, so werden sie mittlerweile sehr häufig als Beifisch/ Welse in Malawisee - Aquarien gehalten. Es sind in der Regel Nachzuchten, die mit den ähnlichen Wasserwerten  klar kommen, auch wenn das nicht der Natur entspricht/ nicht dem natürlichen Lebensraum entspricht. Jedoch bleibt den Liebhabern des Malawisees ansonsten nur eine Alternative, der „Synodontis njassae“. Dieser ist aber bisher nicht nachgezüchtet worden und die wenigen Wildfänge sind teuer und im Handel sehr rar.

Die Besonderheit beim Pflegen von Synodontis – Arten für den Aquarianer liegt wohl in den unterschiedlichen Verhaltensweisen der Welse. Obwohl sie sehr friedliebende Bewohner sind und im Regelfall den restlichen Besatz in Ruhe lassen, kommt es dennoch oft zu anderen Problemen! Da sie sehr nachtaktiv sind, kann es zu Unruhen im Becken bei der Vergesellschaftung mit den Buntbarschen kommen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der bei der Haltung des sogenannten "Kuckuckswelses" Synodontis grandiops Beachtung finden sollte, ist, dass dieser nicht mit Mbunas gehalten werden sollte, da das Maul der Mbunas zu schmal ist, um zum einen die fertigen Synodontisbabies zu beherbergen, bzw zum Schluss aus dem Maul zu entlassen. Dies kann zum Tod des Buntbarsches führen! Weiterhin sind auch die kleinen Stachel der Synodontis nicht ganz ungefährlich für  Felsenbuntbarsche (Mbunas) un deren kleines Maul.

folgende Synodontis - Arten pflegen wir:

Synodontis

         ├ Synodontis njassae

                 ├ Synodontis grandiops

                         ├ Synodontis petricola dwarf (lucipinnis)

alle drei klein

njassae vergleich kleingrandiops vergleich kleinpetricola vergleich klein

[klicken für Original]

In diesem Beitrag benutzen wir eigene Bilder! Alle drei Welsarten pflegen wir in unserer Anlage!


„Synodontis njassae“

Ordnung:

 Welsartige (Siluriformes)

Familie:

 Mochokidae

Gattung:

 Synodontis

Art:

 Synodontis njassae [endemisch]

Vorkommen:

 Malawisee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der „S. njassae“  lebt endemisch im Malawisee und gehört ebenso wie die anderen Synodontis zu Familie der „Mochokidae“. Sein Artenname leitet sich vom Ursprungssee ab „Lake Njassae“.

njassae1 klein

[klicken für Original]

Der “S. njassae“ zeichnet sich nicht nur durch eine gepunktete Zeichnung aus, man hat bei Forschungen im See ebenfalls gefleckte Tiere entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass es sich bei diesem kleinen Unterschied auch um verschiedene Standortvarianten bzw. zwei verschiedene Arten handeln könnte.

Er hat eine stark ausgeprägte zackige Brust- und Rückenflosse. Besonderheit beim „S. njassae“ sind seine Stacheln an der Rückenflosse, diese (so wird zum berichtet) enthalten eine Art „Gift“ welches durchaus Schwellungen/ Entzündungen hervorrufen kann. Dazu macht der „S. njassae“ quietschende Geräusche sowohl im als auch außerhalb des Wassers.

Sie können gut und gerne 20 cm und mehr werden und sind überwiegend nachtaktiv. Die „S. njassae“ im Aquarium gehalten, schwimmen immer mit Stein/ Fels, Sand oder Beckenkontakt, diese Beobachtung können wir voll und ganz bestätigen. Wir haben bislang auch nichts anders beobachten können, dennoch wurde der „S. njassae“ im Habitat auch frei schwimmend beobachtet. Sehr aufmerksam und vorsichtig (fast schreckhaft) verhalten sie sich im Becken und dennoch kommen sie zur Fütterungszeit aus ihren Verstecken und beteiligen sich an der Mahlzeit. Unsere schwimmen dann bodennah und sammeln/ fressen alles was bis zum Boden absinkt!

Es ist nichts über die Fortpflanzung bekannt und es gibt keine dokumentierten Nachzuchten im Aquarium. Man vermutet aber, das sie warum auch immer, zum Jahresende (Okt. bis Dez.) ab laichen, was eine klare Abgrenzung zu seinen Artgenossen (Brutparasitismus) aus dem Tanganjika See ist.  Was die Haltung dieser sehr schönen majestätischen Synodontis – Art so interessant macht.


„Synodontis grandiops“

Ordnung:

 Welsartige (Siluriformes)

Familie:

 Mochokidae

Gattung:

 Synodontis

Art:

 Synodontis grandiops [endemisch]

Vorkommen:

 Tanganjika See

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „S. grandiops“, auch "Großaugen – Kuckucks – Fiederbartwels" genannt, ist ein naher Verwandter des „S. multipunctatus“ und wird im Handel auch des öfteren als dieser verkauft. Hierbei handelt es sich aber um zwei völliig unterschiedliche Arten!

grandiops1 klein

[klicken für Original]

Mit einer Größe von bis zu 15 cm bleibt der „S. grandiops“ deutlich kleiner als sein naher Verwandter „S. multipunctatus“. Wie der Name bereits sagt, zeichnet er sich durch recht große Augen aus und seine siebenfach geteilte Rückenflosse (der „S. multipunctatus“ hat eine achtfach geteilte Rückenflosse)! Diese beiden doch recht eindeutigen Erkennungsmerkmale ermöglichen die Unterscheidung zwischen dem „S. multipunctatus" und dem "S. grandiops“.

Der „S. grandiops“ kommt ausschließlich im Tanganjika See vor, ist aber auch ein beliebter Wels in der Malawisee – Szene. Er hält sich überwiegend in den Sandböden auf bzw. in der Nähe von Schneckenhäusern.

grandiops2 klein

[klicken für Original]

Durch ihren Brutparasitismus bleibt oftmals nur ein Nachkommen über, da sie nicht nur den Laich ihrer maulbrütenden Cichliden auffrisst, sondern auch die eigenen Eier. Frei nach dem Motto „Wer zuerst kommt – der malt zuerst“!


„Synodontis petricola dwarf“

Ordnung:

 Welsartige (Siluriformes)

Familie:

 Mochokidae

Gattung:

 Synodontis

Art:

 Synodontis petricola dwarf [endemisch]

Vorkommen:

 Tanganjika See

Die Art „S. petricola dwarf“  (neue Bezeichnung S. lucipinnis) zeichnen sich fast immer durch weiß eingefasste Stachelstrahlen in den Flossen und relativ kurze Barteln aus. Der „S. petricola dwarf“ (Zwerg-Fiederbartwels) ist hingegen wissenschaftlich noch nicht beschrieben. Im Gegensatz zum „S. petricola“, der bis zu 13,5 cm groß werden kann, bleibt der „dwarf“ kleiner und zierlicher. Ein Unterschied zum „S. petricola“ ist das Fehlen der "Sinnespore" zwischen Brustflosse und Schulterfortsatz.

petricola2 klein

[klicken für Original]

Wie der „S. petricola dwarf“ kommt auch diese Wels ausschließlich im Tanganjika See vor! Die Art bewohnt felsige Bereiche und ist durch die schlanke Körperform ideal an ein Leben in Felsspalten angepasst.

petricola1 klein

[klicken für Original]

Aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Beschreibung ist über das Brutverhalten wenig bekannt, man geht davon aus, das sie wie sein großer Bruder Freilaicher sind, die dazu bevorzugt Höhlen und Felsspalten benutzen. Diese Erfahrung können wir in Gänze teilen, da in unserem Becken der „S. petricola dwarf“ Besatz überwiegend in den Steinaufbauten versteckt lebt tauchen die Nachzuchten irgendwann einfach beim fressen auf und das nicht nur einmal zufällig. Jedoch konnten wir noch keinen Laichplatz oder ähnliches ausmachen und beobachten.

petricola nachzucht1 klein

petricola nachzucht klein

[klicken für Original]

Die beiden Abbildungen zeigen ein Jungtier, welches wir erst vor kurzem endeck haben und wie immer, kam es bei der Fütterung einfach mal zwischen den Felsaufbauten hervor und beteiligte sich an der Mahlzeit. Das Exemplar auf den beiden Bildern ist gerade einmal einen guten Zentimeter groß und zeigt schon alle charakteristischen Züge seiner erwachsenen Mitbewohner!

Quellen:
wikipedia.de
Michael K. Oliver
eigene Bilder
 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.