Dark Stone Mbuna 2.0 Afrika | Ostafrika

 

"ostafrikanischer Grabenbruch — Malawisse [Lake Njassa]"

 

 

 

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Chindongo socolofi – der Eisblaue Maulbrüter

Pseudotropheus socolofiDer Chindongo [ehemals: Pseudotropheus] socolofi gehört zur Gruppe der Mbuna. Es handelt sich um Cichlidae (Buntbarsche), die nur im Malawisee in Ostafrika leben. Mbunas sind Felsenbewohner. Felsen gibt es im Ufergebiet sowie diese nur bis zu einer gewissen Tiefe Aufwuchs bieten. Es gibt rund 150 Pseudotropheus Arten und Unterarten, der Chindongo socolofi ist eine von ihnen.

Dem deutschen Namen „Eisblaue Maulbrüter“ kann abgeleitet werden, dass diese Maulbrüter in blauem Farbton erscheinen. Die Männchen können etwas größer als die Weibchen werden, sind ansonsten jedoch schlecht von diesen zu unterscheiden. Der C. socolofi ist von Kopf bis zu den Schwanzflossen graublau wobei die Schwanzflosse und auch die Rücken- und Bauchflossen weiße und dunklere Längsstreifen aufweisen, die Schwanzflosse am markantesten. Die Afterflosse kann bei Männchen und Weibchen Eiflecken aufweisen.

Über die neue Klassifizierung wird unter den Aquarianern noch gestritten/ diskutiert, aber ob das was ändern wird? 

Als Maulbrüter nehmen die Weibchen der C. socolofi bis zu 50 Eier ins Maul, die erst dann durch das Männchen befruchtet werden. Für drei Wochen bleiben die Jungtiere im Maul. Dann werden sie entlassen und schlagen sich für sich selber durchs weitere Leben. Die Jungtiere sind langgestreckter sowie schlanker wobei adulte Tiere einen hohen Rücken ausbilden können.

Die Chindongo/ Pseudotropheus sind auf den Aufwuchs und die Kleinstlebewesen angewiesen, die auf den scharfkantigen Felsen wachsen. Im Malawisee gibt es jedoch viele Strandabschnitte, die sandig und nicht felsig sind. Die sandigen Abschnitte sind natürlich Barrieren für die Chindongo/ Pseudotropheus. Deswegen haben viele Unterarten kleine Populationszahlen und kommen nur auf begrenztem Raum vor. Der Chindongo socolofi lebt an der felsenreiche Ostküste innerhalb der Grenzen von Mosambik. Die dichtesten Bestände befinden sich nahe Pseudotropheus socolofi
der Insel Likoma. Sie leben in einer Tiefe von vier bis allerhöchstens zehn Metern.

Der Chindongo/ Pseudotropheus socolofi hat das typische Problem aller Chindongo/ Pseudotropheus: In den begrenzten Lebensräumen findet sich nur wenig Futter. Auch die Exemplare des C. socolofi bilden keine Paare und neigen zu Streitereien. Sie suchen bereits als Jungtiere Felsnischen auf, die sie als Basis verteidigen. Für die Aquarienhaltung sollten mehr Weibchen als Männchen gehalten werden sowie das Aquarium groß genug sein muss. Es muss mit scharfkantigen Felsen eingerichtet werden und genügend Versteckmöglichkeiten bieten. Die Chindongo/ Pseudotropheus socolofi lassen sich mit Lebend- sowie Frostfutter und pflanzlichem Flockenfutter ernähren. Wer auf den Felsen für Aufwuchs sorgen möchte, müsste starke Lichtquellen einsetzen. Neben dem wöchentlichen Teilwasserwechsel, Temperaturen von ca. 25 bis 26° Celsius und hartem Wasser sind auch starke Strömungen für die Haltung notwendig. Die Pumpe sollte das Wasser durch den Filter mindestens 3 Mal oder bis über 10 Mal die Stunde umwälzen.

Als Bewohner des Malawisees kann der C. socolofi natürlich nur in einem speziell eingerichteten Malawi Aquarium gehalten werden, welches für die Population genügend groß sein muss. Männchen bekämpfen sich mitunter bis zum Tod. Ganz wichtig sind die Versteckmöglichkeiten. Jeder Chindongo/ Pseudotropheus socolofi sucht sich sein Versteck, welches er verteidigt. Kleinere Streitereien gehören zum Programm, selbst wenn es genügend Futter gibt. Rückzugsmöglichkeiten sind deswegen sehr wichtig. Insgesamt ist die Haltung einfach sowie die Nachzucht vielen gelingt. Der Pseudotropheus socolofi wurde im Übrigen erst 1974 durch Johnson entdeckt. Er wird teils als Pseudotropheus pindani vertrieben, dieses ist jedoch keine richtige Fachbezeichnung sondern ein Fantasiename. Seit 2015/2016 wurde diese (und andere Pseudotropheus - Arten) Art von Pseudotropheus auf Chindongo geändert!

Pseudotropheus socolofi

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