Big Bang Malawi Afrika | Ostafrika

 

"ostafrikanischer Grabenbruch — Malawisse [Lake Njassa]"

 

 

| drei Zonen in einem Aquarium — Ufer-/ Übergangs- und Felszone |

Beiträge/ Berichte

Beckenbezogene Beiträge

Hier könnt ihr wie gewohnt Beiträge/ Berichte zum Becken #Big Bang Malawi finden! Wann immer Zeit ist bzw. sich etwas ergibt, werden wir hier berichten!

BigBangMalawi4

 

Strömung

.. ein nicht zu unterschätzender Faktor!!

Strömungsverhalten im BeckenDie Strömung ist ein sehr wichtiger Punkt in der Planung- und Umsetzungphase eines Aquariums. Sicherlich ist es bei kleineren Becken nicht so problematisch wie bei größeren Becken, aber auf alle Fälle ein zu betrachtender Faktor!

Solange die eigentliche Filterung in der Lage ist, durch Eigenströmung das Becken mit genügend Sauerstoff anzureichern ohne die Filterung des Beckens zu beeinträchtigen, brauchen wir uns keine großen Sorgen machen.
 Bei unserem Vorhaben hindern viele Kleinigkeiten im Becken unseren Mehrkammerinnenfilter (MKIF) bei seiner Arbeit.

Weiterlesen: Strömung

.. es werde Licht!!

Die Beleuchtung ist generell schon immer ein interessanter und auch aufwendiger Punkt bei der Planung eines Aquariums. Umso mehr haben wir uns bei diesem Projekt Gedanken gemacht, weil bei einer Grundfläche von 1,875 m2 und nur einer Beleuchtungstiefe von 60 cm stellt sich schon die Frage nach der Umsetzung!

Unsere bisherigen Erfahrungen über die Jahre beliefen sich im allgemeinen auf Röhrenbeleuchtung verschiedener Arten und seit der Umstellung unserer Becken auf LED - Beleuchtung vor über 5 Jahren, haben wir auch in diesem Bereich sehr viele Erfahrungen sammeln können. Die ersten LED - Leisten kamen damals von der Firma "LumLight" und wir haben mit den RGB - Leisten durchweg gute Erfahrungen gemacht und gute Ergebnisse erzielt.
Preis / Leistung bei dieser LED - Beleuchtung ist einfach mit "gut" zu bewerten. Zu der Informationsgewinnung mussten wir leider feststellen, das die Firma leider nicht mit klaren Informationen über die genutzte Technik herraus rückt, leider! Dennoch findet man einiges an Informationen zu der Beleuchtung von LumLight, wie z.B. einen Test, der durch die biologische Abteilung der Universität Halle/ Saale durch geführt wurde!


Aber um diese Beleuchtung soll es hier nicht gehen, denn wir haben uns für eine neue Herstellerfirma umgeschaut und über ein beliebtes Netzwerk auf die Firma "daytime" gestossen. Schnell ist man in Kontakt getreten und hat die ersten Erfahrungen anderer Nutzer lesen und sehen können.

Die Produktwahl viel schnell. Nachdem wir mit "daytime" kontakt aufgenommen haben, entschieden uns für die Clustervariante und so haben wir die Beschaffung für das Projekt "Big Bang Malawi" eingeleitet.

Verschiedene Kriterien haben uns beschäfftigt bevor wir uns für die u.a. Ausführung entschieden haben. Unter anderem war die enorme Länge des Aquariums ein Kriterium für die Auswahl, aber auch die zukünftige Dekoration im Becken war ausschlaggebend dafür. Da wir mit diesem Becken einen relativ großen Bereich des See´s abdecken, benötigen wir eine sehr flexible Beleuchtung, die aber auch im Teilbereich in der Lage sein muss Pflanzen mit dem nötigen Licht zu versorgen.

Die Wahl viel auf folgende Produkte:

  • 2 x "daytime" Cluster 20.1 in der Variante "Ultra BlueRedWhite" (1 Cluster 10 W)

"daytime" Cluster in der Leiste ...

  • 1 x "daytime" Cluster 20.2 in der Variante "Ultra BlueRedWhite" (2 Cluster a 10 W)

  • Netzteil
  • 3 x Adapter für den Anschluß an steuerbarer Elektronik

 

Leistungsmerkmale "daytime" - Cluster

  • Anodisiertes Aluminium-Strangpressprofil
  • Meerwasserbeständigkeit
  • Modulare Konstruktion (Verschiebbarkeit der Cluster innerhalb der Leiste)
  • daytime-Interface©
  • Highend LED-Technik von SEOUL SEMICONDUCTOR®
    Effizienz: 120 Lumen pro Watt | exzellente Farbwiedergabe: CRI > 90 | Abstrahlwinkel: 120°
  • separat steuerbare LED-Gruppen
  • Thermo- und Hydromanagement durch CAD berechnete Wärmeableitung und GORE®-Membran
  • Lebensdauer von mindestens 60.000 Stunden
  • IP 67 – staub- und wasserdicht

 

Aufbau der Cluster/ Anzahl und Art der LED´s

Die Cluster sind mit 25 LED bestückt, 18 weisse, 3 blaue und 4 rote LED! Diese reichen völlig aus um das von "daytime" angegebene Lichtspektrum/ Lichtleistung zu erreichen.

Farbe der LED Anzahl LED Bauart - Typ
weiss 18  SMD-5630
blau  3  SMD-3535
rot  4  SMD-3535

Solider Aufbau und Verarbeitung, wie sagt man so schön? ... "Made in Germany" .. auf der Abbildung erkennen wir schön die Anordnung der LED´s in einem Cluster.

 

Lichtfarbe/ grafische Darstellung

Ultra Blue Red White 15.000K + Peak 465nm + Peak 650nm (ab Baureihe Okt. 2012)

Die leistungsstarke von uns genutzte Clusterversion "Ultra BlueRedWhite" hat mit ihren 10 W (die Leistung -- Energieumsatz pro Zeitspanne --) Verbauch pro Cluster eine sehr gute Lichtleistung. Wenn man sich das Farbspektrum einmal in der Grafik anschaut wird schnell klar, das diese Cluster ein relativ breites Lichspektrum abdecken.

Lichspektrum "daytime" UltraBlueRedWhite

Im Vergleich zur "daytime" Cluster "Ultra BlueRedWhite" zeigen wir hier noch einmal ein Lichtspektrum einer RGB - LED - Lichtleiste (kaltweiss).

Lichspektrum RGB - LED - Licht

Anhand der grafik sehen wir schon die wesentlichen Unterschiede der Lichtausbeute. Im Bereich von 480 nm bis 600 nm ist die RGB - Variante deutlich ausgeprägter, der Cluster von "daytime" dagegen weniger ausgeprägt.

Was bedeutet das letzendlich für das Licht?

Mit dem Cluster von "daytime" bewegen wir uns in der Lichtfarbe mehr im kälteren Bereich (Ultra Blue) mit einer dazu stark ausgeprägten warmen Lichtfarbe im oberen Bereich (Ultra Red)! Im Gegensatz zur "daytime" haben wir bei einer handelsüblichen RGB - LED - Leiste eher eine gleichmaßig ausgeprägte Lichtfarbe mit Schwerpunkt auf "Tageslichtweiss".

Vielleicht werden die Unterschiede deutlicher, wenn wir nur von der Firma "daytime" die weissen "Spektralfarben" einmal vergleichen!

Abb. 1 Abb. 2
 Abb. 3
"daytime" - warmweiss - "daytime" - neutral weiss - "daytime" - kalt weiss -

Für die Beschreibung von Lichtfarben muss man schon auf "vergleichbare grafische Darstellungen" zurück greifen, da das optische Empfinden dieses zu sehr und damit zu unterschiedlich von Mensch zu Mensch empfunden wird. Grundsätzlich kann jeder die Unterschiede "sehen" von warmweiss zu kaltweiss, aber das persönliche Empfinden spielt doch eine sehr große Rolle.

Schaut man sich die grafischen Darstellung der verschiedenen "weissen" Lichtfarben an, so verwundert es vielleicht viele und man fragt sich, warum auch Blau/ Rot usw. grafisch dargestellt wird!?! Das ist ganz einfach zu erklären, denn "weisses" Licht besteht grundsätzlich aus der Gesamtheit aller Farben. 

Zurück zum eigentlichem Thema ... "Weiss ist nicht gleich Weiss", damit läßt sich das am einfachsten beschreiben. Auch wenn das menschliche empfinden die unterschiede nicht immer gleich erkennt, so sind die verschiedenen Lichtfarben für uns Aquarianer doch sehr interessant, denn wenn es sich um Algenwachstum, Pflanzenwachstum oder Farbwiedergabe im Aquarium geht, muss man sich mit den verschiedenen Lichtspektren auseinandersetzen!

Bezeichnung Lichtfarbe Farbtemperatur Beschreibung Wirkung auf das menschliche Auge
warmweiss (ww) Abb. 1 unter 3.300 K weissgelbes Licht eher gemütlich warmes Licht (Wohnzimmeratmosphäre)
neutralweiss (nw) Abb. 2 3.300 - 5.300 K weisses Licht eher künstliches Licht (Büroatmosphäre)
kaltweiss (kw) Abb. 3 über 5.300 K tagesähnliches Licht eher technisches Licht (Laboratmosphäre)

 

Halten wir also noch einmal fest!

Je niedrieger die "Wellenlänge" (nm) je kälter ist die Lichtfarbe und je größer die "Wellenlänge" (nm), desto wärmer ist die Lichtfarbe! 

 

Umsetzung der Flexibilität

Flexibilität spielt bei diesem Becken eine große Rolle, denn wenn man sich von vorhinein festlegt auf z.B. Dekoration und Beleuchtung, dann wird man sich über kurz order lang darüber ärgern - das hat sich bei uns schon des öfteren gezeigt! Die Verklebung von RockZolid Modulen im Becken nimmt einem zum Beispiel viel Flexibilität, aber wie in der Beckenvorstellung von "Big Bang Malawi" zu lesen ist, haben wir das Problem lösen können!

Das Problem für Beleuchtung war ebenso schnell gelöst wie es aufgetaucht ist, denn schon an anderen Becken haben wir schon die verschiedensten Lösungen gefunden, um bei der Beleuchtung flebibel zu sein.

Was wollen wir eigentlich für eine Flexibilität erreichen, bzw. waum benötigen wir eine gewisse Flexibilität?

Das zu erläutern ist ganz einfach, denn durch die Beckenlänge von 2,5 m ist die Ausleuchtung mit drei LED - Leisten ["daytime" Cluster Ultra BlueRedWhite 20.1] nicht unbedingt einfach und die Inneneinrichtung/ Dekoration tut ihres noch dazu die Beleuchtung des Beckens zu erschweren.

Also musste eine Beleuchtung her, die

  • alle relevanten Stellen im Becken ausleuchten kann
  • in der Lage ist auch einen (leichten) Pflanzenteil abdeckt und lichttechnisch versorgt
  • anpassungsfähig ist auf Änderungen der Beckendekoration

Hierzu haben wir uns wieder "Beleuchtungsboxen" (wie zuvor schon bei dem Projekt "DarkStoneMbuna 2.0) gebaut um dort die "daytime" Cluster zu installieren, um die dann frei über dem Becken positionieren zu können!

Lichtbox [Eigenbau] .. je Lichtleiste wurde eine gefertigt!!  ..ein Blick in die Lichtbox auf die LED-Leiste von

Diese kleinen "Helferlein" (Länge x Breite x Höhe) machen es uns leicht, das Licht im Becken so zu positionieren wie wir es brauchen! So verhindern wir eine starre Beleuchtung im Aquarium und können das Licht der Dekoration folgen lassen. Sie ist dadurch jederzeit anpassbar.lichtboxen1

Mit einem erneuten Umbau der Lichtboxen haben wir nun nicht mehr nur eine Höhenverstellbarkeit in der Lichtbox selber erreicht, sondern auch eine Möglichkeit die Lichtleiste selbst in der Box zu drehen, so das wir das Licht auch schräg ins Becken bringen können. 

elektronische Steuerung der Beleuchtung

Auch diesen Becken steuern wir komplett (soweit möglich) mit der Technik von GHL. Das heißt, das wir es geschafft haben die in unserem Haus wandseitig verlegten Netzwerkkabel nutzen zu können! So haben wir einen ProfiLux 3 Ex in der ersten Etage, den wir über PAB - Verbindung mit einer Expansionsbox, die am "Big Bang Malawi" aufgestellt wurde, zu verbinden. Somit übernimmt die Steuereinheit (PL 3 Ex) vom Projekt "SandStorm" (in der ersten Etage) die Steuerung für das neue geschaffene Malawi - Becken, welches im Erdgeschoss steht, mit.

Die Beleuchtung wird durch drei "LEDControl4Active V2" übernommen. So stehen uns insgesamt 12 steuerbare Lichtkanäle zur Verfügung, die wir aufgrund der nötigen Lichtkanäle der "daytime" gar nicht brauchen, denn diese haben pro Leiste drei einzeln ansteuerbare Lichtkanäle. Jeweils BLAU, ROT und WEISS. Die Restlichen L-Schnittstellen benötigen wir dann aber für unser Asienprojekt und auch für die Beleuchtung des Untergestells!

Anschlussplan

[weitere Informationen über die genutzte Technik könnt ihr in unserem Technikbereich bzw. im Bereich "Rund um Aquaristik" erfahren]

[Zusatz: das Pin 1 und 2 eine Blitzfunktion haben ist so nicht richtig - die Blitzfunktion ist abhängig vom ProfiLux! Dort können nur die "Onboard - Schnittstellen" die Funktion Blitz weitergeben!] 

Erstellung der Dateien für die Nutzung der LED - Beleuchtung im LightComposer von GHL

Um den #Lichtmixer (LightComposer) des ProfiLux nutzen zu können, benötigt man die passenden Dateien (*.pspec), die der elektronischen Steuerung alle Informationen über das genutzte Licht bereit stellen - im wesentlichen Daten über die Lichtwellen und Lichtfarbe. Wir haben auf unserer Seite ausführliche Berichte über den Lichtmixer, die Funktionsweise des Lichtmixers sowie auch generelle Informationen über die Beleuchtung in der Aquaristik. Diese Beiträgen helfen jedem Aquarianer, der die ersten Berührungspunkte mit der elektronischen Steuerung von Beleuchtung in Verbindung mit der Technik von GHL nutzen möchte.

NauticBlue NauticBlueRed NeutralWhite WarmWhite UltraWhite UltraBlueRedWhite UltraBlueWhite
             

Diese Dateien haben wir selber erstellt und stellen sie hier auch für jeden Interessierten zur Verfügung. Die Rückinformationen die wir bislang bekommen haben sind durchweg positiv und auch wir können jetzt seit diesem Projekt bestätigen, das die erstellten Dateien ihren Zweck völlig erfüllen. Nicht desto trotz werden wir diese Daten noch überarbeiten und dabei noch intensiver ins Detail gehen, damit die grafische Wiedergabe und auch die lichtrelevanten Daten korrekt angezeigt werden. Je detailierter die Bearbeitung mit Messpunkten, desto genauer die grafische Wiedergabe im LightComposer! 
 

Farbwiedergabe der Fische und Dekoration

Ein sehr leidiges Thema, aber umso wichtiger es auch hier anzusprechen! Die Farbwiedergabe ist einer der wesentlichen Faktoren bei der Beleuchtung! Sie spiegelt nicht nur die Aqualität des Lichtspektrums der jeweiligen Beleuchtung wieder, sondern entscheidet auch über natürliches Aussehen/ natürliche Farbwiedergabe der Fische und Einrichtungsgegenstände im Aquarium!

Dazu müssen wir an dieser Stelle auch sagen, das eine Lösung wie wir sie hier umgestezt haben - mit Cluster - (also einer eher punktuellen Beleuchtung) nicht das Optimum bietet. Das beste Licht ist das, welches von vorne die Bewohner anstrahlt. Eine Flächenbestrählung, wie sie bei vielen Aquarianer umgesetzt wird, hat auch eine sehr realistische Farbwiedergabe. Bei der Clusteravriante erreichen wir nur durch unsere Umbauten (Lichtbox) diesen Zustand!

Hierzu haben wir auch schon einmal eine Berichtreihe für unserer Partnerseite "Biotopaquaristik" geschrieben, der diese Problematik zum Teil aufgreift, wir reden hier über Begriffe wie Reflexion/ Absorption und Diffraktion! Licht sind Strahlen die bei uns Aquarianer durch Glas verschiedener Stärke, Wasser verschiedener Tiefe und ggf. so einiges an Faktoren mehr wie z.B. die Einrichtung die naturnahe Beleuchtung erschweren. Diese Faktoren machen es der Beleuchtung nicht leichter alles angestrahlte auch natürlich/ farbecht und gut aussehen zu lassen.

Was haben wir festgestellt?

Wir hatten das Glück die Beleuchtung in einem leeren Tank zu testen, also von Anfang an. Hier haben wir, solange keine Fische im Becken war, die Beleuchtung aufgedreht und mit den Farben gespielt. Aber auch zur Versorgung der Pflanzen wurde schon ordentlich Licht gebraucht. Aufgrund der erhöhten Lichtstärke in der Anfangsphase konnten wir auch in kürzester Zeit den ersten gewollten Algenwuchs begrüßen.

Der erste Eindruck hat sich aber dann schnell verändert als der Besatz ins Becken gekommen ist. Schnell stellten wir fest, das die Lichtleistung der "daytime Cluster" viel zu stark eingestellt war und die Bewohner eine matte, ja schon fast durchscheinende Farbe hatten. Zumindest in der unmittelbaren Nähe der Cluster!

Was ist passiert? Wie sonst üblich wurde die Beleuchtung so programmiert wie es uns von anderen LED - Leisten bekannt war! Die optischen Einflüsse haben überwiegt und es wurde keine Rücksicht auf schwimmende farbenfrohe Fische genommen! Fataler Fehler ...
Wir mussten alles noch einmal umstellen und haben nicht nur die genutzten Lichtfarben überarbeitet, sondern vor allem auch die Lichtstärke. Nach der Neuprogrammierung stellte sich schon ein ganz anderes Bild dar, aber auch so waren wir noch nicht voll zufrieden.

Das typische Problem von Beleuchtung halt .... die direkte Einstrahlung von oben gepaart mit der natürlichen Lichtbrechung bei Auftreten auf einen Wiederstand (Wasser) sowie die Einrichtung im Becken führten dazu, das die natürliche Farbwiedergabe gerade bei der punktueller Beleuchtung sehr schwer ist und vielleicht nicht sofort/ ohne weiteres zutun zu dem gewünschten Ergebnis führt. Nicht das wir bis dahin mit dem Ergebnis nicht zu frieden waren, aber wir wollten mehr.

Jeder der diesen oben beschriebenen Unterschied einmal selber erleben möchte mit der von ihm benutzten Beleuchtung (unabhängig um welche Lichtquelle es sich handelt) kann mal die Beleuchtung oberhalb des Beckens abnehmen und dann die Beleuchtung schräg von vorne oder auch oben in das Becken strahlen lassen.
Das ist der gleiche Effekt der eintritt, wenn Mutter Natur ihr bestes gibt und Tageslicht/ Sonnenstrahlen ins Becken fallen läßt - schon bestimmt jedem einmal aufgefallen, das die Farbwiedergabe durch Sonnenstrahlen nahezu PERFEKT ist!

Und eben das tritt auch auf, wenn wir eine Leiste von "daytime", in unserem Fall "Ultra BlueRedWhite" nimmt und schräg von vorne ans Becken hält. Das schräg einfallende Licht der Cluster zeigt nun eine hervorragende Farbwiedergabe!
Daraufhin haben wir die "flexiblen Beleuchtungsboxen" noch einmal umgebaut, so das wir die LED - Leisten in der Box selber noch drehen konnten. Der dadurch erzielte Effekt, also das schräge Einfallen der Lichtstrahlen führte sofort zu einem besseren Ergebnis!

Die Lichtstärke der Cluster ist enorm! Wir sind auch davon überzeugt, das die Cluster eine weit aus größere Beckentiefe ohne Probleme ausleuchten kann. Bei uns sind es aber nur 60 cm, was zur Folge hat, das wir die Lichtstärke sehr stark reduziert haben, was durch unsere elektronische Steuerung zum Glück ein leichtes ist.
Die Programmierung des Tagesverlaufes mit dem "LightComposer" (GHL - ProfiLux 3 Ex) macht es jedem Aquarianer möglich sehr einfach einen natürlichen Tagesverlauf zu erstellen und zu programmieren!

Wir denken das zu dieser Beleuchtung auf jeden Fall eine elektronische Steuerung von nöten ist, zumindest aber eine Dimmung grundvorraussetzung ist, um im Becken einen naturnahes Licht zu erzielen. Sicherlich muss es nicht immer die Königsklasse sein die eingesetzt wird um das Licht zu bändigen, es gibt Dimmer und Tageslichtsimulatoren die mit der Beleuchtung von "daytime" kompatiebel sind und die Steuerung übernehmen können.
Das können wir nur jedem wärmstens empfehlen um ein zufriedenes Ergebnis zu erzielen!

Big Bang Malawi

Zum Schluss vielleicht noch eins ... ein Test mit der "Eco - Serie" von Waltron GmbH wäre sicherlich interessant! Gleiches Becken mit einer anderen Beleuchtung, um zu sehen/ zu testen, wie sich die ECO - Serie so schlägt ggf. auch mit einer anderen Lichtfarbe. Aber leider ist es zu kostspielig für uns einen Test ohne Unterstützung des Herstellers durchzuführen.
Vielleicht meldet sich die Fa. Waltron GmbH "daytime" ja bei uns und ermöglicht uns diesen Test!!

Fazit

Was sollen wir hier noch schreiben ... die LED - Beleuchtung (Cluster) von "daytime" ist eine robust verarbeitete Leiste die seines gleichen sucht! Top verarbeitet und ausreichend bestückt mit LED bieten die Leisten eine satte Lichtausbeute.

Anhand des Beispiels "Big Bang Malawi" sehen wir, das man ein großes Aquarium (welches wirklich nicht viel Licht benötigt) mit wenig Aufwand sehr naturnah ausleuchten kann. Uns ist klar das man dies nicht generell mit anderen Aquarien (z.B. Pflanzenbecken) vergleichen kann, aber auch da sind wir überzeugt, das eine Beleuchtung von Waltron GmbH "daytime" ihren Job erledigen kann!

Etwas liegt uns als Aquarianer immer auf dem Herzen - die Präsentation ihrer Ware - im speziellen Beleuchtung, ist oftmals nicht wirklich verkaufsfördernd. Wenn potenzielle Kunden die Beleuchtung von "daytime" beim Händler z.B. auf ein oft vorhandenes Becken im Einsatz sehen könnten, so denke ich kann man viel leichter zu einer Kaufentscheidung kommen!

Uns ist klar das wir hier nur die Cluster "Ultra BlueRedWhite" beurteilen können, aber hier hat "daytime" überzeugt und wir sind froh diesen Schritt gemeinsam gegangen zu sein. Grundsätzlich würde uns ein direkter Vergleich mit der "Eco - Serie" sehr reizen. Vielleicht meldet sich die Firma "Waltron GmbH" ja bei uns und ermöglicht uns das ganze mit einer zweiten Serie oder aber auch mit einer anderen Lichtfarbe zu testen!

 Wer die *.pspec - Daten für die Nutzung des LightComposer von GHL benötigt, kann sie gerne hier bei uns (ohne Gewähr/ ohne Verantwortung unsererseits) downloaden, aber keine Angst, durch die Nutzung der Daten kann am ProfiLux nichts passieren!

HIER geht es zur DOWNLOAD!

 

Quellen/ Bilder:
> daytime
> AjakAndi.de

Als das Thema Filterung von einem 1.000 L + Becken anstand, war uns von vorne herein klar, das es eine energiesparsame Lösung sein muss und bei dieser größe war schnell klar, das die Wahl auf einen MKIF (Mehrkammerinnenfilter) fällt!

Da wir seit geraumer Zeit eh dabei sind all unsere Filteranlagen (mittlerweile haben wir keine Aussenfilter mehr im Betrieb) von "Stromfressern" zu befreien, viel die Wahl nicht nur auf einen MKIF, sondern auch auf Luftheber! Bis auf das Projekt "SandStorm" (welches noch auf Luftheber umgestellt wird) und unsere kleinen Becken, die wir seit beginn an zwar mit HMF filtern, haben wir also keine Kreiselpumpen mehr im Einsatz!

Nun hieß es bei der fast einjährigen Planung unseres Beckens "Big Bang Malawi" also neue Wege gehen .....

 

Big Bang Malawi

 

Die Umsetzung des Filter wurde parallel zu anderen Becken gemacht! So haben wir das Equipment für mehrer Becken bestellt und den Rest im Baumarkt beschafft um die Wasserbewegung in den HMF´s und im MKIF sicher zu stellen.

 

Einkauf für LuftheberDiverse Luftheber (25 mm - dreiteilig, da anpassbar im Becken), Luftschlauch, Luftnippel, Regulierungshähne und natürlich "Luftpumpen"! Hier haben wir uns nach langem hin und her für die "leiseste Variante" entschieden, Membranpumpen der Firma "Hailea" (V-Serie MK-10)!

Unzählige Internetseiten wurden gesucht durchsucht/ gelesen und befundet, denn die Meinungen bei der Filterung mit Lufthebern geht in der Aquaristikszene sehr weit auseinander. Bei der Recherche sind wir natürlich auch auf diesen Beitrag im Cichliden-Forum gestoßen. Diese durchgeführten Test mit verschiedenen Konfigurationen zeigt deutlich auf, das es zu großen Unterschieden kommen kann, was wiederum bestätigt, das die Meinungen über die Leistung sehr weit auseinander gehen. Auch wir sind dem gegenüber immer sehr kritisch und das heißt, das von erreichbaren Werten (laut Hersteller/ Händler) von Lufthebern (Luftmenge zu Wasser) die das 2-3,5 fache (zum Teil sogar bis zum vierfachen) an Leistung bringen sollen, man doch seine eigenen Versuche und Erfahrungen machen sollte.

Die Leistung eines Lufthebers hängen von sovielen Faktoren ab, das es sehr schwer sein wird, einen Leistungswert anzugeben bzw. diesen angebenen Höchstwert zu erreichen. Faktoren wie z.B. Länge der Luftleitungen, Druckdose oder Ringleitung sowie Anbringung und Größe dieser sind ein nicht zu unterschätzender Faktor!

Hier eine Entscheidung zu treffen viel uns sehr schwer und wir haben die nächsten Quellen angezapft!! Diese sehen wir als die wichtigsten Quellen an, denn die Erfahrungen anderer Aquarianer ist bei solchen Dingen einfach unverzichtbar! Gesagt ... getan .. die Entscheidung ist ja nun gefallen und seit geraumer Zeit läuft der MKIF mit drei Lufthebern und einer Hailea MK-10 einwandfrei!

Nach der Entscheidung den MKIF/ die Filterung durch Luftheber zu realisieren, kam auch gleich der nächste Gedanke! Druckleitung, Druckdose bzw. Ringleitung.. solche Begriffe fallen simultan mit dem Begriff "Luftheber" und so haben wir uns auch diesem Thema gewitmet. Grundsätzlich kann man eine Membranpumpe auch direkt an die Luftheber anschließen. Hailea bringt da sogar einen Vierfachverteiler gleich mit an den Start, aber .. auch hier haben wir uns vielleicht wieder einmal mehr Gedanken gemacht, als es vielleicht nötig war!

Das Prinzip "Zweikreisbremsanlage bei LKW´s" beruht auf einen Druckbehälter, der dann bei Bedarf den nötigen Luftdruck sofort und dauerhaft zur Verfügung stellen kann. Das war unser erste Gedanke und das haben wir dann auch weiter verfolgt und vertreten die Meinung, das die Luftversorgung bei einer Membranpumpe besser/ dauerhaft und vor allem gleichmäßig mit dem nötigen Luftdruck versorgen kann, wenn diese zuvor in einer Druckdose gesammelt und von dort zu den einzelnen Verbrauchern (Luftheber) geleitet wird!
Sobald die Luft direkt komprimiert und in verschiedene Leitungen gepresst werden muss, geht etwas der Leistung verloren und die Membranpumpe leidet unter der dauerhaften Anstrengung unnötig. Die Lösung hier ist eine Druckdose! Diese ist in der Lage einen gewissen Luftvorrat zu speichern/ halten und sie dann gleichmäßig an die Verbraucher weiter zu geben.


Wir haben uns für eine Druckdose entschieden mit folgenden Daten:

1 X HTEM-Rohr 110 
2 X HTM-M-Stopfen 
1 X HTU-UE Muffen 

Diese Druckedose hat ein Volumen von 5.511,924 cm3 bei einer Größe von 580 x 110mm! Damit haben wir vom Grundsatz drei Dinge erledigen können:

1. wir haben keinen Verlust durch Leitungsquerschnitt, da wir mit dem vollem Durchmesser (Auslass Hailea) zur Druckdose gehen ..
2. wie haben ein Vorratsbehälter für die Luft, was unserer Meinung nach ein Plus bei der Geräuschentwicklung ist ..
3. wir haben Platz für die Luftminderer, um die optimale Luftzufuhr reglen zu können, diese sind direkt an der Druckdose befestigt worden!

Grundsätzlich sollte sich jeder darüber Gedanken machen, bevor man die Filterung mit "Luftheber" in die Tat umsetzen will! Uns hat es völlig überzeugt und wir fahren seither ein 1.125 L Becken mit einer mehr als ausreichenden Filterung sowie konstant guten Wasserwerten, bei "sage und schreibe" 10 W Stromverbrauch!

 

Nun zu unserem MKIF mit Luftheber!

Wie so oft steht eine gründliche Planung im Vordergrund und bevor wir das Becken bestellt haben, sollten einige Dinge gerade auch in Bezug auf die Filterung geklärt sein!

Skizze Mehrkammerinnenfilter (MKIF)

 Folgende Fragen mussten wir uns also stellen:

  • Wie groß soll der Mehrkammerinnenfilter werden?
  • Wieviele Kammern soll er haben und wie groß sollen diese sein?
  • Wie soll die Leistung aussehen - Menge Bohrungen für die Luftheber?
  • Wo soll er im Becken positioniert werden?
  • Berücksichtigung der Besonderheiten!

Diese Planung hat Zeit und Nerven gekostet, weil unheimlich viele Telefongespräche gelaufen sind und dafür danken wir den Menschen, die am anderen Ende der Leitung immer hilfsbereit waren (diejenigen die wir angerufen haben wissen bescheid - DANKE noch einmal für die Geduld)! Es ist schon eine Aufgabe zu entscheiden in welcher Höhe, mit welchem Abstand die Bohrungen gesetzt werden sollen und wie groß ein MKIF sein soll, da ja bekanntlich jeder eine andere Meinung hat was Größe/ Position und sonstige Tricks und Kniffe betrifft!

Also lief alles wie immer, mit vielen Aquarianern sprechen, die Vor- und Nachteile anhören, ggf. auch gemachte Fehler und dann versuchen diese mit seinen eigenen Wünschen überein zu bringen. Um dann beim Telefonat mit dem Aquarienbauer alles wieder über den Haufen zu werfen :-) .. nein, nicht ganz, aber so ist das halt -- jeder hat seine Erfahrungen gemacht und macht seine Vorschläge! Nichts ist schlimmer, als wenn man dann, so wie wir da steht und keinerlei Erfahrungen in Bezug auf einen MKIF mit Lufthebern hat.

Eckdaten des Mehrkammerinnenfilters (MKIF)

Der MKIF mit den Maßen 70 x 57,5 x 20, der in der linken hinteren Ecke des Beckens verbaut wurde, hat drei Kammern.

MKIF .. schwarz eingefärbtMKIF im Becken verbaut ..

Teilbereich MKIF Maße Volumen
 Schmutzwasserkammer 12,0 x 57,5 x 20,0 ca. 13 L 
 Filterkammer 46,0 x 57,5 x 20,0 ca. 53 L
 Klarwasserkammer 11,5 x 57,5 x 20,0 ca. 13 L
Gesamtvolumen des MKIF: ca. 80 L

Er wurde vorgefertigt und bei der Vorortverklebung des Aquariums nur noch eingeklebt. Die Innenseiten des MKIF sind mit schwarzem Aquarium - Silikon eingefärbt worden, da von Anfang an fest stand, das die Rückwand inkl. der linken Aussenwand ebenfalls Schwarz werden sollte!

Bestückung des MKIF mit Filtermedien

Kommen wir zu einem weiterem sehr umfangreichem Thema! Die Möglichkeiten von Filtermedien in der Aquaristik sind so vielfälltig, das es einem schwer fällt, eine bzw. die richtige Wahl der Filtermedien zu treffen.

Skizze - Bestückung des MKIF mit Filtermedien!

Begriffe wie mechanische und biologische Filtermedien fallen schnell und man sollte je Größe und Anzahl der Kammern versuchen beide Medien einzubringen. Hierzu gibt es einen hervorragenden Bericht/ Beitrag auf unserer Partnerwebseite Malawi-Guru!

medien1 kl medien2 kl medien3 kl

Worauf haben wir besonderen Wert gelegt? ... uns war es wichtig, das wir verschiedene Filtermedien einbringen und durch die Art der Einbringung auch die Fließgeschwindigkeit im Filter selber unterschiedlich ist. Die Filterbälle in der Schmutzwasserkammer dienen der Entfernung grober Schmutzpartikel. Die Medien sind so eingebracht, dass es dem Schmutzwasser möglich ist oberhalb der Filtermedien in der Filterkammer zu versickern, wodurch eine Überströmfläche geschaffen wurde die verhindert, das Schmutzpartikel in den Kern der Filtermedien gesogen werden kann.

Alleine die Filtermatten haben eine Oberfläche von 5755,2 cm2! Angetrieben wird dieser doch gut dimensionierter Mehrkammerinnenfilter (MKIF) von drei Lufthebern mit je einen Rohrdurchmesser von 25 mm. Seine Leistung nimmt er von derzeit einer Hailea MK-10 (V-Serie) und sorgt so seit Inbetriebnahme für sehr stabile Wasserwerte im Becken.

Wir haben keinen Test gefahren, wieviel Liter diese drei Luftheber bei der Filtergröße/ bei der Bestückung mit Filtermedien für einen Durchfluss an Wasser haben, aber Fakt ist, dass die drei Luftheber eine satte und sauerstoffreiche Ausströmung haben, die bis zum Ende des Beckens reicht. Also eine Aussage wie "die 2 bis 3 - fache Menge des Beckenvolumens sollte ein Filter in einem Malawibecken schon haben (bezieht sich eher auf Aussenfilterung)" ..... Das können wir so nicht bestätigen, denn bei dieser Art von Filterung brauchen wir keine so große Umwälzung des Wassers im Becken!
Hier einmal eine Aussage von unserem Aquariumbauer, der jahrelang eine große Diskuszuchtanlage hatte: "Wenn der Filter erst einmal eingelaufen ist, können sie eine Dose Futter ins Becken fallen lassen und brauchen sich keine Gedanken um die Wasserwerte machen!"

Soweit wollen wir es nicht kommen lassen, aber eins können wir mit Sicherheit jetzt schon sagen - der Filter übernimmt seine Aufgabe zu unserer vollsten Zufriedenheit!

Fazit

All die hier in diesem Beitrag aufgeführten Punkte bereuen wir bis heute keinenfalls, nein, im Gegenteil! Durch den MKIF und dem Betrieb von Lufthebern sparen wir neben einer sehr guten/ starken Filterung soviel Energiekosten ein, das man sich überlegt ggf. noch ein oder zwei weitere Aquarien zu stellen!

Mehrkammerinnenfilter (MKIF) ist rundum eine Tolle Sache und für Becken ab einer bestimmten Größe auch sehr zu empfehlen da doch ein gewisser Schwimmraum verloren geht. Diesen haben wir aber eingeplant und durch das Schwärzen der Rückwand und der damit nicht verbundene Einbau eine 3D - Rückwand hat uns diese Einbuße wieder weg gemacht.

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